Emotionen mit Yoga befreien: Die beruhigende Routine

Emotionen mit Yoga befreien: Die beruhigende Routine

Was wäre, wenn Sie Ihre inneren Stürme einfach besänftigen könnten, indem Sie sich wieder mit Ihrem Atem, Ihrem Körper und dem gegenwärtigen Moment verbinden? Yoga ist weit mehr als eine körperliche Disziplin – es ist eine echte Praxis der inneren Transformation. Diese aus einer jahrtausendealten Tradition stammende, ganzheitliche Herangehensweise strebt nach Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele – ein kostbares Gleichgewicht, besonders dann, wenn unsere Gefühle zu schwer zu tragen werden.

Yoga als Verbündeter beim Loslassen von Emotionen

Verdrängte Gefühle oder alte Verletzungen können sich, oft ohne unser Wissen, in unserem Körper festsetzen. Genau hier setzt Yoga an: Es hilft uns, innere Räume zu öffnen, Verborgenes an die Oberfläche zu bringen und emotionale Spannungen zu lösen, die wir häufig unbewusst mit uns tragen.

Eine der großen Stärken des Yoga liegt in seiner Fähigkeit, Achtsamkeit zu kultivieren. Indem wir unseren Empfindungen, unseren Bewegungen und unserem Atem Aufmerksamkeit schenken, lernen wir, uns tief mit uns selbst zu verbinden. Diese Selbstpräsenz ist ein wesentlicher erster Schritt auf dem Weg zur emotionalen Heilung. Um Sie auf diesem Weg zu begleiten, finden Sie hier eine beruhigende Routine, die dazu dient, Emotionen sanft zu lösen und einen Zustand innerer Ruhe wiederzufinden.

1. Malasana (die Girlandenhaltung)

Illustration einer Person in einer hockenden Yoga-Haltung, Hände zusammengelegt. Yoga zum Lösen von Emotionen.

Technik: tief atmen, im Stehen beginnen, Füße hüftbreit auseinander. Drehen Sie die Füße leicht nach außen. Beugen Sie die Knie und senken Sie das Becken Richtung Boden. Halten Sie den Rücken gerade und die Hüften geöffnet, legen Sie dann die Hände auf die Knie oder den Boden, um den Körper zu stützen. Halten Sie die Knie weit auseinander, damit sich die Hüften öffnen können. Atmen Sie während der Haltung tief und gleichmäßig. Halten Sie die Haltung für einige Atemzüge.

Vorteile:

  • Löst emotionale Spannungen, die sich im Becken angesammelt haben
  • Regt die Energiezirkulation im Beckenbereich an
  • Hilft, körperliche Erinnerungen an Stress oder alte Verletzungen loszulassen
  • Fördert eine tiefe Erdung und ein Gefühl innerer Stabilität

2. Virabhadrasana 2 (die Kriegerhaltung 2)

Frau in der Yoga-Kriegerhaltung 2, Übung Nummer 19. Beruhigende Routine.

Virabhadrasana II setzt sich aus den Sanskrit-Wörtern Virabhadra, einem mächtigen Krieger aus der hinduistischen Legende, und asana, was Haltung bedeutet, zusammen. Sie wird gemeinhin als Krieger-2-Haltung bezeichnet und ist eine kraftvolle Haltung, die Ihnen helfen kann, Kraft, Gleichgewicht und Selbstvertrauen zu entwickeln.

Technik: Beginnen Sie im Stehen, die Füße etwa eine Beinlänge auseinander. Drehen Sie den hinteren Fuß leicht nach innen und den vorderen Fuß um 90° nach vorne. Beugen Sie das vordere Knie so, dass es über dem Knöchel ausgerichtet ist. Strecken Sie die Arme seitlich aus, parallel zum Boden, Handflächen nach unten. Blicken Sie über die vordere Hand, während Sie den Rumpf angespannt und den Oberkörper aufrecht halten.

Vorteile:

  • Stärkt die emotionale Stabilität
  • Fördert Selbstvertrauen, Konzentration und Entschlossenheit
  • Hilft, Wut oder blockierte Gefühle in kraftvolles Handeln zu verwandeln
  • Weckt die innere Energie und regt die Öffnung des Herzens an

3. Utkata Konasana (die Göttinnenhaltung)

Frau in der Yoga-Göttinnenhaltung, Arme geöffnet. Yoga zum Lösen von Emotionen.

Diese kraftvolle Haltung hilft, sich mit der inneren Weiblichkeit zu verbinden und gleichzeitig emotionale Spannungen im Becken zu lösen.

Technik: Spreizen Sie die Beine weit, die Füße leicht nach außen gedreht. Beugen Sie die Knie, sodass sie mit den Knöcheln ausgerichtet sind. Senken Sie das Becken Richtung Boden, während Sie den Rücken gerade halten. Die Arme können auf Schulterhöhe gehoben werden oder ein Mudra auf Herzhöhe bilden.

Vorteile:

  • Löst emotionale Blockaden im Becken- und Intimbereich
  • Stärkt das mit Emotionen verbundene Energiezentrum (Sakralchakra)
  • Vermittelt ein Gefühl sanfter Kraft, Stabilität und Sicherheit

Achtung: Bei Knie- oder Hüftschmerzen vermeiden; die Öffnungsweite anpassen.

4. Marjariasana (die Katzenhaltung)

Yoga: Katzenhaltung zum Lösen von Emotionen. Nummer 10.

Technik: Im Vierfüßlerstand einatmen, dabei den Rücken sanft durchhängen lassen und den Kopf heben (Kuhhaltung). Ausatmen, dabei die Wirbelsäule runden und das Kinn Richtung Brust ziehen. Diese Bewegungen im Einklang mit dem Atem abwechseln.

Vorteile:

  • Löst Spannungen in der Wirbelsäule und den Schultern
  • Hilft, im oberen Rücken sitzende Emotionen zu lösen
  • Beruhigt das Nervensystem und fördert die Rückkehr zur Ruhe

5. Utthan Pristhasana (die Eidechsenhaltung)

Frau in der Unterarmstütz-Haltung. Yoga zum Lösen von Emotionen.

Im Sanskrit bedeutet Utthan „Dehnung nach vorn“ und Pristha „Eidechse“. Diese tiefe, kraftvolle Haltung ahmt den niedrigen, aufmerksamen Gang der Eidechse nach – ein Symbol für Anpassungsfähigkeit und Präsenz. Sie ermöglicht eine intensive Öffnung der Hüften, wo oft unausgedrückte Emotionen gespeichert sind.

Technik: Aus einem tiefen Ausfallschritt beide Hände innerhalb des vorderen Fußes platzieren. Das Knie kann sich zur Seite öffnen. Wenn möglich den Unterarm auf dem Boden ablegen. Tief atmen.

Vorteile:

  • Fördert das Loslassen von in den Hüften verdrängten Emotionen
  • Regt den Fluss der Lebensenergie an
  • Vermittelt ein Gefühl des Loslassens, manchmal intensiv, aber zutiefst befreiend

Achtung: Nicht forcieren; im angemessenen Empfindungsbereich bleiben.

6. Baddha Konasana (die Schmetterlingshaltung)

Frau in der sitzenden Schmetterlingshaltung. Beruhigende Routine.

Ein sanfter, wirksamer Klassiker, um die Hüften sicher zu öffnen.

Technik: Im Sitzen die Fußsohlen aneinanderlegen, die Knie entspannt zur Seite fallen lassen. Die Beine sanft wie Schmetterlingsflügel bewegen, dann die Füße fassen und sich sanft nach vorne neigen. Bleiben Sie hier für 5 bis 10 tiefe Atemzüge.

Vorteile:

  • Hilft, emotionale Spannungen im Becken zu lösen
  • Vermittelt ein Gefühl von innerer Sanftheit und Geborgenheit
  • Regt die geistige Entspannung an und fördert die Introspektion

7. Kapotasana (die Taubenhaltung)

Frau bei einer Yoga-Haltung, den Körper dehnend. Yoga zum Lösen von Emotionen.

Technik: Aus dem herabschauenden Hund das rechte Knie zwischen die Hände bringen, das Schienbein parallel zur Matte. Das hintere Bein strecken und den Oberkörper nach vorne dehnen. Mehrere Atemzüge bleiben, bevor die Seite gewechselt wird.

Vorteile:

  • Löst tief verborgene emotionale Spannungen
  • Lindert Stress, Traurigkeit oder blockierte Wut
  • Öffnet das Herz und fördert Vergebung, sich selbst oder anderen gegenüber

Achtung: Intensive Haltung — bei Bedarf ein Kissen unter die Hüfte legen.

8. Ananda Balasana (die Haltung des glücklichen Babys)

Illustration einer beruhigenden Yoga-Haltung, ideal zum Lösen von Emotionen.

Eine verspielte, regressive Haltung, die zum Loslassen und zur Unschuld einlädt.

Technik: Auf dem Rücken liegend die Fußinnenseiten mit den Händen fassen, die Knie zu beiden Seiten des Oberkörpers gebeugt. Sanft von einer Seite zur anderen schaukeln.

Vorteile:

  • Löst Spannungen im unteren Rücken und im Becken
  • Beruhigt den Geist und vermittelt ein Gefühl innerer Sicherheit
  • Fördert die Wiederverbindung mit dem inneren Kind

Zum Abschluss

9. Anulom Vilom

Frau meditiert im Lotussitz, Hand am Gesicht. Yoga zum Lösen von Emotionen.

Anulom Vilom ist eine yogische Pranayama-Technik, bei der die Atmung zwischen den beiden Nasenlöchern wechselt. Diese Technik ist auch unter dem Namen „Wechselatmung“ oder „Nadi Shodhana“ bekannt. „Anulom“ bedeutet in Richtung des natürlichen Stroms und „Vilom“ gegen den natürlichen Strom.

Technik: Ein Nasenloch schließen: ein Nasenloch mit dem Daumen oder Zeigefinger schließen. Durch das andere Nasenloch atmen: durch das andere Nasenloch atmen. Nasenloch wechseln: das Nasenloch wechseln und durch das andere atmen.

Vorteile:

  • Gleicht die Sonnen- und Mondenergien des Körpers aus.
  • Gleicht das Nervensystem und die Emotionen aus
  • Reinigt die Energiekanäle (Nadis)
  • Reduziert Angst, gedankliches Grübeln und Stimmungsschwankungen

10. Meditation

Um diese Sitzung sanft abzuschließen, hilft Ihnen diese kurze Meditation, sich dessen bewusst zu werden, was Sie fühlen … und dann loszulassen, was Ihnen nicht mehr gehört.

Technik: Nehmen Sie eine sitzende oder liegende Position ein. Schließen Sie die Augen und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Atem.
Sagen Sie bei jedem Einatmen innerlich: „Ich nehme an, was ich fühle.“
Bei jedem Ausatmen: „Ich lasse los, was ich nicht mehr brauche.“
Wiederholen Sie dies sanft, wie ein Mantra, für 5 bis 10 Minuten. Lassen Sie Emotionen ohne Urteil kommen und stellen Sie sich vor, wie sie wie Wolken am Himmel davonziehen.

Frau meditiert auf einem Bett in einem hellen Zimmer. Beruhigende Yoga-Routine.